Nächste Termine

Tourismusforum


Die Wachstumspotenziale und Geschäftsmöglichkeiten rund um das Thema „E-Mobilität im Tourismus“, aber auch die daraus gewonnenen Chancen für Umwelt und Menschen in Oberbayern waren die Kernthemen des diesjährigen Tourismusforums. Dabei verdeutlichten die vielen teilnehmenden Referenten, dass die E-Mobilität nicht nur ein Zusatzgeschäft, sondern Grundvoraussetzung ist, um den modernen Gästebedürfnissen gerecht zu werden. Erfolgversprechende Produkte könnten nur dann entstehen, wenn die e-mobilen Lösungen selbst gelebt und ständig weiterentwickelt werden würden. Zudem biete das Denken in großen e-mobilen Angeboten die Chance einer echten touristischen Profilierung, wie am Beispiel der Grand Tour of Switzerland, der Gemeinde Werfenweng oder  des Hotels Kaiserhof sichtbar wird. Dafür unabdingbar ist das Zusammenspiel von Tourismusregion, zugehörigen Orten und Unterkunftsbetrieben – nur so könne ein schlüssiges und markantes Gesamtkonzept entstehen, das zunächst Aufmerksamkeit beim potenziellen Gast erzeugen und vor Ort positiv erlebt werden kann. Insgesamt ging vom Tourismusforum Oberbayern ein starker Impuls an die heimischen Tourismuspartner aus, sich künftig mit noch mehr Energie und Leidenschaft diesem hochinteressanten Thema zu widmen.

 

Eine würdevolle Einleitung fand das Tourismusforum Oberbayern, das am 27. April zum nunmehr vierten Mal veranstaltet wurde, mit den Grußworten von Conrad Mayer, Franz Josef Pschierer und Stephanie Jacobs.

So sprach Conrad Mayer, Stv. Vorsitzender BHG DEGOHA Bayern e.V., Bezirk München/Oberbayern und Vorsitzender des IHK-Tourismusausschusses, einleitend von den Chancen der E-Mobilität in Tourismus. Diese würde nicht nur ein bereits vielfältiges Tourismusangebot zusätzlich erweitern, sondern gleichzeitig helfen, die Umwelt und reine Luft Oberbayerns zu schützen und zu bewahren.

Franz Josef Pschierer, Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie, sprach von der E-Mobilität als Schlüsseltechnologie. Um diese weiter auszubauen, sei jedoch nicht nur die Politik gefragt, sondern auch die verstärkte Zusammenarbeit der Kommunen, Verbänden, Gemeinden und Touristiker untereinander. So müssen gemeinsam Vorteile herausgestellt, Anreize geschaffen, aber auch eine entsprechende Infrastruktur ebenso wie die notwendigen politischen Voraussetzungen entwickelt werden.

Für die Stadt München war Stephanie Jacobs, Referentin für Gesundheit und Umwelt der Landeshauptstadt München, zugegen. Sie sprach von den Maßnahmen der Stadt, um E-Mobilität weiter zu fördern und auszubauen und so Leben und Gesundheit der Münchner weiter zu verbessern.

Es folgten zahlreiche Fachvorträge zum Thema E-Mobilität:

Den Anfang machte Peter Grett von Touremo. Er zeigte nicht nur die Gewinner der E-Mobilität auf, zu denen er Tourismusdestinationen und -betriebe und deren Gäste, die Elektromobilität selbst und natürlich die Umwelt zählte, sondern veranschaulichte auch das (Gewinn-)Potenzial für Tourismusdestinationen und -betriebe.

Wie dies konkret aussehen kann, erläuterte im Anschluss Richard Absenger vom Hotel Kaiserhof, Anif: 2012 mit zehn Ladepunkten und einem E-Auto angefangen, verfügt das Hotel heute über einen eigenen E-Fuhrpark sowie 23 Photovoltaik-betriebene Ladestationen. Dadurch konnte das Hotel nicht nur seine mediale Präsenz steigern und vermehrt Gäste sowie Veranstaltungen aus dem E-Bereich gewinnen, sondern auch den Restaurantumsatz durch „Ladegäste“ merklich steigern.

Eine Vorreiterrolle nimmt auch die österreichische Gemeinde Werfenweng ein, wie Dr. Peter Brandauer erklärte. Als Bürgermeister des „Modellorts für Sanfte Mobilität und E-Mobilität im Tourismus“ plädiert er für einen „Weg der 1.000 Schritte“ hin zur umweltverträglichen Mobilität. Dabei müssten statt Verboten die Einwohner mit an Bord geholt und Anreize sowohl für Gäste als Einheimische geschaffen werden. Auch regionale und überregionale Kooperationen könnten von Vorteil sein.

Ein spannendes Projekt, das Tourismus mit E-Mobilität verbindet, stellte auch Peter Arnet, Geschäftsführer Alpiq e-Mobility AG, mit der „E-Grand Tour of Switzerland“ vor. So ist die Grand Tour of Switzerland weltweit die erste offizielle Touring-Route, die dank zahlreicher Ladestationen an der Strecke mit dem Elektroauto durchgängig befahrbar ist. Die Tour selbst, aber auch die angrenzenden Hotels und Restaurants mit Ladestationen sollen dadurch noch bekannter werden.

„Nur zusammen geht es vorwärts“ konstatierte Dr. Christoph Ebert, von MORE Garmisch-Partenkirchen. Er erläuterte die Handlungsmöglichkeiten für E-Mobilität und Tourismus im ländlichen Raum. Dezentral, regional und möglichst barrierefrei müsse das öffentliche Mobilitätsangebot sein.

Ins Detail ging es bei verschiedenen Kurzvorträgen: So referierte Nicolai Kemm, Exklusivverkauf BMW i, BMW AG Niederlassung Stuttgart, über den touristischen Zielmarkt aus Sicht eines E-Automobilherstellers und sprach über die Vorteile einer Ladeinfrastruktur und E-Autoflotte für Hotels. Er wies auf das BMW-Exklusivangebot für Hotels hin.  Detlev Knoll von der Zürich Versicherung Berchtesgaden erläuterte, wie E-Fahrzeuge richtig und günstig versichert werden und welche Problematiken bei falschem oder mangelndem Versicherungsschutz auftreten können. Nico Friedmann von EON Energie Deutschland GmbH sprach über Möglichkeiten zum Laden von Gäste- und Betriebsfahrzeugen und stellte dabei verschiedene Konzepte, Produkte und die damit verbundenen Kosten vor. Den Abschluss bildete Matthias Groher von INM Berlin, der auf die verschiedenen Förderungsmöglichkeiten am Beispiel der Stadt München und dem BUND einging.

Moderiert wurde die Veranstaltung von Joseph Seybold, Referent für Stadtverkehr, Elektromobilität und Umweltthemen der IHK für München und Oberbayern.

 Präsentationen:

EMobilität und Tourismus im ländlichen Raum (MORE)

Die e-mobile Tourismusgemeinde (Gemeinde Werfenweng)

Tourismusbranche und Elektromobilität – eine Win-win-Situation. (BMW)

Das Laden von Gäste- und Betriebsfahrzeugen leicht gemacht (Eon Energie Deutschland GmbH)

Das eMobile Hotel Kaiserhof Anif

Die Tourismusinnovation eGrand Tour of Switzerland

eFahrzeuge richtig und günstig versichern (Zürich Versicherung)

Fördermöglichkeiten durch Bund und LH München (Institut Neue Mobilität)

 

Ausstellerliste zum Download: Tourismusforum Oberbayern 2017 eMobilität Aussteller

Referentenliste zum Download:  Tourismusforum Oberbayern 2017 eMobilität Referenten

Nachbericht zum Download: Tourismusforum Oberbayern eMobilität Nachbericht

 

Impressionen

München TV: Tourismusforum Oberbayern

 

 

 

 

 

 

Bilder des Tourismusforum Oberbayern 2017

";