Abschlussbericht BayernCloud

Bayerntourismus

Abschlussbericht BayernCloud – Smart unterwegs in Bayern

 
Unentdeckte Destinationen finden, Ausflüge ohne Staus, Tickets direkt aufs Handy und Museumsbesuche ohne Anstehen – im bayerischen Tourismus kann dies bald zur Realität werden. Mit der erfolgreichen Beendigung des Forschungsprojekts BayernCloud wird nun der Startschuss für weitere Innovationen und neue Geschäftsmodelle für Bayerns Tourismus gegeben. fortiss legt dazu den Abschlussbericht des Projekts in der neu geschaffenen Kompetenzstelle für Digitalisierung im Tourismus in Waldkirchen vor.
 
Eine marktfähige Lösung für nachhaltigen Tourismus

Das Projekt BayernCloud wurde vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie (StMWi) mit dem Ziel gefördert, die Entwicklung und prototypische Umsetzung einer offenen digitalen Dateninfrastruktur für den bayerischen Tourismus zu schaffen. fortiss hat das Projekt gemeinsam mit den Projektpartnern Hochschule Kempten (Projektleitung), Outdooractive AG, hubermedia GmbH und Allgäu GmbH im Zeitraum 2018 bis 2021 umgesetzt und wurde dazu von der Bayern Tourismus Marketing GmbH (BayTM) begleitet. Die im Projekt entwickelte Referenzarchitektur für den Tourismus in die Praxis, ist als großer Projekterfolg zu sehen.

Digitale Kompetenz und Beratung aus Niederbayern

Die Referenzarchitektur als eine Art Blaupause für den Aufbau eines digitalen Plattformökosystems und die Leistungsbeschreibung für die digitale Plattform BayernCloud Tourismus, dienen als Basis für die anstehenden Aktivitäten in der neu geschaffenen Kompetenzstelle für Digitalisierung im Tourismus in Waldkirchen im Landkreis Freyung-Grafenau. Bei der Übergabe des Abschlussberichts betont der Leiter der Kompetenzstelle Markus Garnitz die Wichtigkeit der Ergebnisse für die zukünftige Aufgabe der Kompetenzstelle: So sollen hier vor allem digitale Konzepte erarbeitet und angewendet werden, um den Tourismus in Bayern erfolgreich und nachhaltig zu stärken. Konkret bedeutet dies die Umsetzung und Betreuung der digitalen Plattform BayernCloud Tourismus, für die aktuell ein Umsetzungspartner im Rahmen einer öffentlichen Ausschreibung bestimmt wird. Dazu erfolgt die Verstetigung der Projektergebnisse unter der Leitung der BayTM, die Abstimmung mit allen bayerischen Tourismusverbänden wird ebenfalls von dort aus koordiniert.

Unter der Federführung der Kompetenzstelle werden mit der BayernCloud zukünftig alle notwendigen Daten für das Tourismusmarketing und das Destinationsmanagement zur Verfügung gestellt und gemanagt. Anbieter touristischer Dienstleistungen können diese Informationen als Basis für weitere Anwendungen und Geschäftsmodelle nutzen. Eine erste Anwendung ist beispielsweise der neue Ausflugsticker Bayern, mit dem sich Gäste in Echtzeit über mögliche Ausflugsziele und deren Auslastung informieren, aber auch für alternative Ziele inspirieren lassen können. 

Für die Umsetzung in die Praxis liefert der fortiss Abschlussbericht eine hervorragende Grundlage. Er bietet eine detaillierte Darstellung der Ergebnisse sowie gezielte Handlungsempfehlungen, wie die gewonnenen Erkenntnisse für den organisatorischen Aufbau einer branchenübergreifend vernetzten Dateninfrastruktur und für die technische Entwicklung der BayernCloud als zukünftige Datendrehscheibe für den Tourismus genutzt werden können.

Bayerns Beitrag zu Europas digitaler Souveränität

Die BayernCloud Tourismus wird als eine föderierte Cloud-Infrastruktur aufgebaut und verfolgt somit in ihrer Konzeption den Grundprinzipien des europäischen Projekts GAIA-X. Dian Balta, Leiter des fortiss Kompetenzfelds Open Data and Information Management betont an dieser Stelle: „Die Zukunft der Cloud ist dezentral! Es obliegt uns die digitale Souveränität sicherzustellen, indem Geschäftsmodelle und -prozesse sowie technologische Bausteine durch einschlägige Kompetenzen ergänzt werden.“ So sollen Datenbestände weiterhin von unterschiedlichen Teilnehmern eingespeist und genutzt werden, die BayernCloud spielt dabei die Rolle einer Datendrehscheibe. Die initialen Hürden bei deren Befüllung mit Daten werden niedrig gehalten.

Den kompletten Abschlussbericht finden Sie hier.

Für weitere Informationen:

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Landesforschungsinstitut des Freistaats Bayern
für softwareintensive Systeme
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veröffentlicht am 9. August 2021