Unsere Tourismushelden

Nadine Schmitt & Sepp Mangold

Lasst uns die „Schatztruhe – Isarwinkel“ mit Neugierde und Freude entdecken und selbstbewusst präsentieren!“


Erzählen Sie doch mal… Nadine Schmitt & Sepp Mangold!

Was macht das Leben in Oberbayern für Sie besonders?

Die Vielfalt …
… der Landschaft: offen und sanft (Moore), schroff und steil (Karwendel), geheimnisvolle Wälder, Gewässer in allen Varianten von der Isar bis zum Moorsee, unentdeckte Plätze, die einem das Gefühl geben „die Welt ist ein Paradies“.
… der Menschen.  Kultivierte, einheimische Grantler und Zuagroaste aus allen Himmelsrichtungen.
… der Kultur: gelebte Tradition, einzigartige Musiker, Liedermacher, Kabarettisten, von Schlössern zu Freilichtmuseen und vielem mehr.

Was motiviert Sie für Ihren Beruf und was macht Ihre Arbeit so besonders?

Die Vielfalt der menschlichen Begegnungen, die Möglichkeit holprige und eingefahrene Wege zu verlassen und kreativ sein zu dürfen. Zudem können wir ein selbstbestimmtes Leben führen und auch einfach mal Fehler machen. Besonders schön ist natürlich das draußen sein mit Mensch und Tier (Alpakas, Lamas, Ziegen, Bienen, Hühner, …) und das ständige Lernen mit ihnen.

Wie sind Sie darauf gekommen Alpakas und Lamas zu halten bzw. Sie in ihr nachhaltiges Angebot zu integrieren?

Die Tiere sind sehr vielfältig. Sie haben eine Faszinierende Ausstrahlung in Verbindung mit einer fühlbaren Neutralität gegenüber allen Zielgruppen. Als Wander- und Trekkingtiere haben sie eine sehr beruhigende Art und Weise.
Alpakas und Lamas sind ausbildbar für tiergestützte Pädagogik und damit perfekt, um diese mit Nadines Kernkonpetenz , der Sozialpädagogik, zu verbinden. Wir lernen außerdem selber täglich so viel von ihnen! Unser Wunsch ist es, diese besonderen und intensiven Begegnungen mit unseren Alpakas und Lamas, mit anderen Menschen zu teilen.

Wie hat sich die Corona-Krise auf Ihre Arbeit ausgewirkt und wie haben Sie diese Zeit erlebt?

Sehr vielfältig, weil die Zeit uns gleichzeitig nach- und vordenklich gemacht hat. Sie war einerseits herausfordernd und arbeitsintensiv, andererseits konnten wir strategische und konzeptionelle Neuansätze verwirklichen.

Wie nehmen Sie den Tourismus vor Ort wahr und was wünschen Sie sich zukünftig für den Tourismus in Oberbayern?

Der aktuelle Tourismus vor Ort will in erster Linie die Vielfältigkeit der voralpinen Landschaft entdecken  und konsumieren. Tradition und Kultur wird beworben. Das kulturelle und traditionelle Angebot wird registriert, aber nur eingeschränkt wahrgenommen. Insbesondere die individuellen Aktivitäten werden von unserer Zielgruppe präferiert.
Für den Tourismus in Oberbayern wünschen wir uns eine allgemeine Qualitätsoptimierung, nachhaltige Verkehrskonzepte, regional typische, hochwertige Gastronomie und ein selbstbewusstes, ehrliches Produktversprechen.
Lokale, überflüssige, budgetintensive Tourismusfürsten sollten einer überregionalen Strategie weichen. Ganz besonders Oberbayern und im Speziellen Bad Tölz haben eine große Vielfalt zu bieten (siehe oben)! Wir müssen uns nicht angleichen und vermarkten. Oberbayern und insbesondere der Isarwinkel brauchen sich nur darzustellen!
Für eine Steigerung des Massentourismus ist weder die Mentalität der einheimischen Bevölkerung, noch die Infrastruktur unserer Landschaft auch nur ansatzweise geeignet.
Das unentdeckte Potenzial der einheimischen Bevölkerung (Land- und Forstwirtschaft, „Lernort Bauernhof“) kann mittel- und langfristig eine wertvolle und begehrte Alternative zum touristischen Einheitsangebot werden. (siehe auch die Entwicklungen bzgl. „sozialer Landwirtschaft“).

Deshalb unser Aufruf: Lasst uns die „Schatztruhe – Isarwinkel“ mit Neugierde und Freude entdecken und selbstbewusst präsentieren!


Mehr zu unseren Helden und ihrem Engagement

Kontakt

Sepp Mangold
Oberer Schuss 4
83646 Bad Tölz
Tel.: 08041 71291
info@stadt-alm.de
www.stadt-alm.de

veröffentlicht am 29. Oktober 2021