Unsere Tourismusheldinnen

Die Stadtver-sucherinnen

Besonders an Oberbayern ist die gemütliche Einstellung derMenschen, auch mal „Fünfe gerade sein zu lassen“ und lieber ein Bier zu trinken als zu putzen

Vom Referat für Tourismus und Kultur in Bad Tölz ging kurz nach unserem ersten Aufruf die Nominierung der Tölzer Statversucherinnen als Tourismusheldinnen ein. Bei der Begründung standen vor allem die humorvollen & unterhaltsamen Führungen der 5 Damen im Vordergrund. „Sie stehen für die Authentizität des Ortes und das spüren Gäste genauso wie Einheimische.“, so Romy Schneider vom Referat. Wir sagen danke liebe Stadtversucherinnen Angelika Schmidt, Birgit Mayr, Susanna Kiening, Ulla Schneiders & Babett Zakenhofer für den tatkräftigen Einsatz in eurer Region!


Erzählt Sie doch mal… liebe Stadtversucherinnen!

Was macht das Leben in Oberbayern für Sie besonders?

Das Lebensgefühl in Bayern „leben und leben lassen“ und der enorm hohe Freizeitwert in Bayern etc. (Berge, Seen…., Nähe zu Österreich und Italien). (Birgit)

Die Mischung aus Bergen und Seen oder anderen Gewässern gefällt mir. Ich bin an vielen schönen Orten sehr sehr nah dran. (Ulla)

Die gemütliche Einstellung der Menschen auch mal „Fünfe gerade sein zu lassen“ und lieber ein Bier zu trinken als zu putzen. Die Verbindung von Kultur, Großstadt, Hightech, Veranstaltungen (München-Weltstadt mit Herz ) mit Ursprünglichkeit und Natur (Hightech und Lederhosen) (Susanna)

Welche aktuellen Stadtführungen gibt es, auf welche Stadtführungen sind sie besonders Stolz und was motiviert Sie für Ihre Tätigkeit?

Immer aktuell ist die „Stadtversuchung“: die Stadt mit allen Sinnen „versuchen“, kulinarisch wie historisch. Weitere sind die Kaffeetantentour, BBB und die Flößertour. (Birgit)

Neben der kulinarischen Stadtführung mag ich besonders unsere Führung „Auf Filmspuren durch Bad Tölz“. Viele Gäste freuen sich so, wenn sie endlich mal sehen, wo Benno denn „gewirkt“ hat. Aber auch zur Serie „Tonio und Julia“ können wir ja ein paar schöne Drehorte zeigen, das ist auch relativ bekannt. Ich mag das „Aha“-Erlebnis der Gäste wenn sie merken, dass das Fernsehen zwar oft trickst, aber dass die Stadt und die Gegend wirklich so schön sind, wie in der ein oder anderen Serie gezeigt wird. (Ulla)

Natürlich die Stadtversuchung, aber ich mag auch gerne die einfachen Dinge des Lebens, nämlich die „historische Stadtführung“, mit teilweise den Schwerpunkten, die sich die Gruppe wünscht (mehr 3. Reich/ mehr über die Flößer/ oder doch lieber mehr über eine bestimmte Kirche, die Leonhardifahrt etc.). Motiviert bin ich dadurch, dass KEINE Führung wie die andere ist, auch wenn man das Ganze schon mehrere Jahre macht. (Susanna)

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Welche Stadtführungen sind die beliebtesten und welche Zielgruppe spricht diese an?

Die Tölzer Stadtversuchung spricht alle Altersgruppen an: von jung bis alt, von Vereinsausflug bis zur Geburtstagsfeier. (Birgit)

So ist es! Selbst Kinder freuen sich über Käse. (Ulla)

Hochzeiten nicht vergessen! … vor allem freuen sich Kinder über Schokolade! (Susanna)

Wie kommen die Konzepte für eure Stadtführungen zustande und was unterscheidet eure Stadtführungen von anderen?

Konzepte werden gemeinsam entwickelt und alle „Schmankerl“ selbst ausprobiert :)) Uns unterscheidet das Konzept „Stadtversucherinnen“: wir erarbeiten alles gemeinsam. (Birgit)

Wir sprechen immer wieder drüber, wie sich unser Konzept bei der täglichen Arbeit umsetzen lässt und tauschen unsere Erfahrungen dazu aus. (Ulla)

Gedanken werden frei ausgetauscht und Ideen oft auch einfach nur in den Raum gestellt. Mal sehen ob sich was entwickelt! Unterschied ist auch, dass unsere Partner nicht nur Partner sind, sondern auch Freunde. Auch deren Ideen oder Verbesserungsvorschläge werden aufgenommen und solange daran gearbeitet, bis ALLE zufrieden sind. (Susanna)

Wie hat sich die Corona-Krise auf Ihre Arbeit ausgewirkt und wie haben Sie diese Zeit erlebt?

Die Coronakrise war erdrückend: wenn eine Stadt die sonst voller Leben ist wie ausgestorben ist! (Birgit)

Es war ja plötzlich gar keine Arbeit mehr da. Man hat statt mehrmals die Woche größere Gruppen, dann kaum noch jemanden treffen können. Dadurch habe ich gemerkt, wie gerne ich mit Gruppen durch die Stadt gehe, wie viel Spaß der Austausch macht. ABER: wir hatten mal Zeit ein paar Videos zu drehen, an schönen Orten mit den speziellen Geschichten. Das hat Spaß gemacht! Wir konnten es dann unseren potentiellen Gästen über Social Media zeigen. Mal eine andere Art der Stadtführung! (Ulla)

Sorry, da kann ich fast nix sagen… hatte so viel Arbeit zu Hause 😉
Bei der ersten Führung nach Corona habe ich gemerkt, dass ich ausgetrocknet war wie ein Schwamm! Bei der ersten Führung habe ich alle Eindrücke und die Reaktionen der Gäste in mich aufgesogen, als hätte ich meine  allererste Führung gemacht, nur nicht mit so viel Panik. Dennoch hat der Austausch, das Zwischenmenschliche, gefehlt. (Susanna)

Wie nehmen Sie den Tourismus vor Ort wahr und was wünschen Sie sich zukünftig vor den Tourismus in Oberbayern?

Der Tourismus geht, zumindest in Bad Tölz, ein wenig weg vom längeren Aufenthalt, hin zum Tagesausflug. (Birgit)

Ich wünsche mir, dass wir und alle Gäste wieder entspannt zu den Orten fahren können, dass es nicht so extrem überfüllt ist, aber natürlich darf schon Leben an den Orten sein. (Ulla)

Der Tourismus vor Ort wird mittlerweile sehr geprägt von Tagesgästen und Radfahrern. Ich wünsche mir für den Tourismus von Oberbayern mehr Nachhaltigkeit und Entschleunigung. Nicht das hassten von Ort zu Ort (Neuschwanstein: Check… Königssee: Check usw.), sondern die Möglichkeit auch die Gemütlichkeit zu spüren. (Susanna)

Was macht euch zu Tourismusheldinnen?

Wir haben uns nicht unterkriegen lassen! Um gegen den erschreckenden Stillstand anzugehen, haben wir Videos gedreht, um den Kontakt zu unseren Gästen nicht zu verlieren und ihnen ein wenig Lebensmut und Informationen zumindest über den Bildschirm zu vermitteln. (Birgit)

Ich stimme Birgit vollkommen zu! Wir haben versucht die gute Laune zu behalten und dieses Gefühl auch per Video in „der Welt“ zu verteilen, WIR durften ja hier im schönen Oberbayern sein. Da haben wir versucht, unseren Social Media Kontakten auch ein wenig Oberbayern ins Haus zu bringen. (Ulla)

Uns macht zu Tourismusheldinnen, dass wir uns nicht als solche sehen! Denn Helden sind andere. Uns macht zu Heldinnen, dass wir den Ruhm nicht für uns beanspruchen, denn wir wissen, dass wir nur so gut sind, weil wir viele Kollegen, Partner und Freunde haben, die uns helfen unsere Arbeit zu machen ! (Susanna)

Das sagt die Stadtversucherin Angelika Schmidt:

Unsere Gäste bekommen von uns auch das Lebensgefühl „vermittelt“ und das geben wir Ihnen wohl am meisten mit. Wir leben das, was wir erzählen – wir sind authentisch – das triffts wohl am besten! Dadurch wie wir unsere Gemeinschaft und Zusammenarbeit leben – auch hier gilt leben und leben lassen – was bedeutet, dass auch Neid und Missgunst keinen Platz haben. Es freut sich jede, wenn eine von uns wieder mal eine gute Idee auf´s Tablett bringt und wir uns gemeinsam ans Werk machen können. Das löst, wie ich bereits geschrieben habe, den Synergieeffekt aus 😉

Wir haben keine Scheu Neues anzupacken, auch wenn es vielleicht nicht immer so erfolgreich wird/ist wie unsere Stadtversuchung, die ja wirklich Alt und Jung sowie Gäste und Einheimische anspricht! Letztlich wird sie wohl immer unser Steckenpferd bleiben, deshalb heißen wir ja auch Stadtversucherinnen 😉

Dass für uns die Krise nicht so zur Krise wurde, wie für so viele andere, die dann wahrscheinlich wirklich den Titel „Helden*innen verdienen, liegt einfach daran, dass wir nicht zwingend von unseren Führungen und Reiseleitungen leben müssen/mussten.

Was uns zu Tourismusheldinnen macht? Ich denke, die unterschiedlichen Potenziale, die wir vereinen:

Ohne Dich, liebe Ulla, gäbe es ziemlich wahrscheinlich „Social Media“ bei uns gar nicht in der Form wie wir´s jetzt haben. Das war auch ein wichtiger Teil für diese „Nominierung“. Du erklärst uns in einfachen Worten die „digitalen Hintergründe“ ;-))), sodass wir auch wissen, was wirklich Sinn macht bei unserer neuen HP etc. Nicht zu vergessen: dein trockener Humor (rheinisch – ich glaube das ist wieder falsch… hab ich mir nicht gemerkt…). Dass Du immer wieder Neues anstößt und die Verbindung zum Verein hältst und damit für eine gute Zusammenarbeit mit den anderen Kollegen*innen sorgst. Du brauchst manchmal ein dickes Fell – Danke!

Birgitich weiß Du möchtest das immer nicht hören -aber die Medienlandschaft gehört einfach Dir! Deiner Kreativität haben wir so einiges zu verdanken – auch das hab ich bereits ausführlich beschrieben….

Ohne dich liebe Susanna, hätten wir keine mehrsprachigen Führungen und wir hätten keine „Probe-SV“ gehabt, wo dann völlig klar war, dass wir eine kulinarische Führung brauchen. Unsere Treffen würden oft nicht in Lachkrämpfe ausarten :))) Dein Humor und Deine Geschichten haben Seltenheitswert!

Babette, wir vermissen Dich!!!!  Denn Du hast ebenfalls einen so großen Anteil daran, dass es uns in der Form überhaupt gibt- Danke!!

Ohne Angi wäre unser „Backoffice“ wahrscheinlich des Öfteren verwaist. Die Dienstleistung an unseren Kunden ist Dir sehr wichtig und Du springst fast immer ein, wenn Not an Frau ist 😉


Mehr zu unserer Heldin und ihrem Engagement

Kontakt

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veröffentlicht am 1. August 2022