Fahrplanwechsel im Bahnland Bayern: Das ändert sich im Fahrplanjahr 2026
MÜNCHEN – Am 14. Dezember 2025 fand der alljährliche europäische Fahrplanwechsel statt, so auch im bayerischen Regional- und S-Bahn-Verkehr, den die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) im Auftrag des Bayerischen Verkehrsministeriums plant, finanziert und kontrolliert. Die Fahrplanänderungen hat die BEG detailliert und nach Regionen sortiert auf einer eigenen Informationsseite aufgelistet: www.bahnland-bayern.de/fahrplanwechsel
Die Betriebsaufnahme im Netz Regionalverkehr Ostbayern mit der Reaktivierungsstrecke Gotteszell – Viechtach, die neue Linienführung bei der S-Bahn Nürnberg und die neue Station Marktoberdorf Nord zählen zu den größeren Veränderungen im Fahrplanjahr 2026. Darüber hinaus optimiert die BEG vielerorts Anschlussverbindungen und schließt einige Taktlücken, während an anderer Stelle einzelne, schwächer nachgefragte Fahrten entfallen. Mit insgesamt 136,6 Millionen Zugkilometern bleibt das Angebot im bayerischen Schienenpersonennahverkehr (SPNV) in etwa auf dem Rekordniveau des Vorjahres.
„Im Vergleich zu den vielen Verbesserungen vor einem Jahr fällt dieser Fahrplanwechsel zwar deutlich kleiner aus. Dass sich das weiß-blaue SPNV-Angebot aber dennoch wieder auf so hohem Niveau bewegt, ist in Anbetracht der herausfordernden Finanzierungssituation ein klares Bekenntnis des Freistaats für die Schiene“, sagt Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter, der auch Aufsichtsratsvorsitzender der BEG ist.
Bärbel Fuchs, Geschäftsführerin der BEG, weist darauf hin, dass manche sinnvolle Kapazitätsverbesserungen nur durch Umschichtungen weiter bestehen bleiben können. „Was wir an der einen Stelle verbessern, müssen wir an anderer Stelle reduzieren. Denn die Höhe der Regionalisierungsmittel, die der Bund aktuell den Ländern für den SPNV bereitstellt, reicht für einen weiteren Angebotsausbau nicht aus. Wir tun das mit größtmöglicher Rücksicht auf die Fahrgäste: Wir konzentrieren uns bei den Einsparungen auf Züge, die eine sehr geringe Nachfrage aufweisen oder bei denen es zeitnah gute Alternativverbindungen gibt.“
Hintergrund dieser Umschichtungen sind die teils deutlich gestiegenen Fahrgastzahlen seit Einführung des Deutschlandtickets, insbesondere bei langlaufenden Regionalverkehrslinien und touristisch stark genutzten Linien. Um Überfüllungen zu vermeiden, hat die BEG die Kapazitäten auf einigen Linien erhöht, beispielsweise beim RE 5 München – Salzburg und beim RE 80 Würzburg – Donauwörth. Zur Gegenfinanzierung solcher Verbesserungen streicht die BEG ab 14. Dezember 2025 auf verschiedenen bayerischen Strecken einzelne, vorwiegend sehr gering nachgefragte Züge, bei denen in kurzem Abstand eine Ersatzfahrmöglichkeit besteht.
Die Änderungen sind bereits in der digitalen Fahrplanauskunft www.moby.bayern und der Mobilitäts-App des Freistaats (MoBY) berücksichtigt. Unter www.bayern-kursbuch.de wird zum Fahrplanwechsel auch das neue Kursbuch für den bayerischen SPNV zum Download bereitstehen.
Dies sind die größten Änderungen in Oberayern zum Fahrplanwechsel am 14. Dezember 2026:
Erweiterung Verkehrsverbünde
Der Münchner Verkehrs- und Tarifverbund (MVV) wächst erneut: Ab 1. Januar 2026 kommen die Landkreise Mühldorf und Garmisch-Partenkirchen sowie die Stadt und der Landkreis Landshut hinzu. Dadurch wächst das MVV-Gebiet um rund 450.000 Menschen auf 4,15 Millionen Einwohner und reicht somit künftig von der Zugspitze bis nach Niederbayern.
Auf dieser Website hat die BEG die Fahrplanänderungen in Bayern im Detail aufgelistet, nach Regionen sortiert: www.bahnland-bayern.de/fahrplanwechsel
Liniennetzplan Bayern 2026 unter www.bahnland-bayern.de/liniennetzplan
Die komplette Pressemeldung mit allen Änderungen in ganz Bayern finden Sie nachfolgend: