Echt stark für Oberbayern  

Gesichter. Geschichten. Gemeinsam stark.  

Oberbayern lebt vom Miteinander. Von Menschen, die anpacken, bewahren, gestalten. Mit „Echt stark für Oberbayern“ rücken wir echte Originale in den Mittelpunkt: engagierte Persönlichkeiten aus den unterschiedlichsten Themenfeldern. Sie alle stehen für Heimat und Verbundenheit – und machen Tag für Tag deutlich, welchen Wert der Tourismus für unsere Region hat.  

Der Faktencheck weiter unten zeigt außerdem, wie vielfältig der Tourismus in Oberbayern wirkt. Wirtschaftlich, gesellschaftlich und kulturell. 


Was wir unter Tourismuswertschätzung verstehen  

Wertschätzung heißt in diesem Kontext: die bewusste Anerkennung all dessen, was der Tourismus bewegt. Er schafft Lebensqualität, sichert Arbeitsplätze, bewahrt Traditionen, bringt zusammen und hält lebendig.  

Tourismuswertschätzung beginnt deshalb mit dem Blick auf die Menschen hinter dem großen Ganzen:  

Auf boid! Weitere Folgen zu den „Echten Originalen“ erscheinen monatlich hier und auf youtube


Das Rückgrat des Tourismus  

Ob auf der Alm, in der Backstube oder am Schalter: In ganz Oberbayern begegnen wir Menschen, die mit Leidenschaft und Verantwortungsbewusstsein unsere Region gestalten. Sie sind Gastgeberinnen und Gastgeber, die mit einem Lächeln empfangen und mit regionaler Küche verwöhnen. Sie sind Kulturschaffende, die in Museen, auf Bühnen und durch Architektur Geschichte lebendig halten. Sie führen uns durch Naturparks, steuern Busse, Züge und Bergbahnen oder ermöglichen ganz besondere Erlebnisse – sei es im Kletterwald, beim Bierbraukurs oder auf einer geführten Kräuterwanderung. Auch das Ehrenamt trägt viele dieser Geschichten: Menschen, die anpacken, ohne im Rampenlicht zu stehen. In Vereinen, bei der Bergwacht oder in der Kulturarbeit.  

Sie alle machen deutlich: Tourismus ist Teamarbeit. Und noch mehr – er ist Ausdruck eines gemeinsamen Verständnisses von Lebensqualität, Zusammenhalt und Zukunft.

Echte Originale aus Oberbayern

Kornelia Funke
Kornelia Funke lebt seit über 40 Jahren in Schongau und vereint als Leiterin der öffentlichen Bücherei, Stadträtin und Referentin für Tourismus & Kultur Verwaltungskompetenz mit echter Gastfreundschaft. Als Stadtführerin und Lechfloßbegleiterin macht sie die Geschichte der Stadt hautnah erlebbar. Ehrenamtlich engagiert sie sich in Vereinen wie der Musikschule Pfaffenwinkel und dem Förderverein Seniorenheim. Ihr Antrieb: persönliche Begegnungen und lebendiger Austausch.
Seit über 30 Jahren gestaltet Reiner Pertl als Gemeindegärtner die Grünanlagen von Schliersee und den prachtvollen Kurpark am Seeufer. Für ihn ist Gärtnern Berufung: Mit Sinn fürs Detail und gemeinsam mit seinem Team pflegt er Wege, Blumenrabatten und alte Baumbestände, damit Einheimische und Gäste inmitten farbenprächtiger Beete und lauschiger Ruheinseln Erholung finden. Sein Know-how garantiert, dass der Kurpark zu jeder Jahreszeit in voller Blüte erstrahlt.
Ursula Engelwurz
Ursula Engelwurz hütet seit Jahren den historischen Kasselturm in Schongau und lädt Besucher:innen an Sommerwochenenden in ihre charmante Kräuterwelt ein. Mit liebevoll ausgesuchten Heilpflanzen, Räucherwerken, Elixieren und Tinkturen verbindet sie traditionelle Volksmedizin mit spannenden Anekdoten zur Geschichte des einstigen Kasselbräu-Biergartens. Ihr unkommerzielles Engagement macht den Turm zur heimlichen Kuriosität der Stadt.
Herbert Rudolf
Herbert Rudolf von den Bayerischen Staatsforsten formte das Landesarboretum „Weltwald“ bei Freising zu einem einzigartigen Ort für Naherholung und Umweltbildung. Mit dem Walderlebnispfad verband er Pflanzflächen, Info-Pavillons, anschauliche Beschilderung und lauschige Ruheplätze zu einem durchdachten Themenweg. Sein Gespür für Ästhetik und didaktische Gestaltung macht den Weltwald zum lehrreichen Naturerlebnis.
Peter Krauss
Peter Krauß hält mit seiner Frau den Dorfladen Jachenau seit 25 Jahren am Leben und trotzt dabei Wind, Wetter und Logistikherausforderungen gleichermaßen. Mit frischem Brot, regionaler Milch und Bienenhonig sowie sorgfältig ausgewählten Spezialitäten versorgt er Anwohner und Ausflügler im abgeschiedenen Tal. Dabei setzt er auf persönliche Beratung, Flexibilität und sein offenes Ohr für die Geschichten der Menschen. Klares Motto des Dorfladens: „Wir haben alles was Sie brauchen, was wir nicht haben brauchen Sie nicht.“
Laura Pannasch
Laura Pannasch zieht mit Linus und Louie oft nachts und am Wochenende aus – bereit, vermisste Menschen zu retten oder ungebetene Bettwanzen aufzuspüren. Als Suchhundeführerin der Rettungshundestaffel des Roten Kreuzes ist sie bei jeder “Person vermisst!”-Meldung blitzschnell zur Stelle, auch über Landesgrenzen hinweg. Ihre ausgebildeten Hunde sichern nicht nur Leben, sondern sorgen dank feiner Nasen auch dafür, dass Betten und Unterkünfte frei von Bettwanzen bleiben.
Georg Bernhofer wuchs in Weilheim auf, lernte sein Handwerk bei Lindt & Sprüngli und studierte Lebensmitteltechnik, bevor er 2017 ins Voralpenland zurückkehrte und in Wolfratshausen seine eigene Chocoladenmanufaktur eröffnete. Seit 2020 bereichert die angeschlossene Brasserie & Café seine Schokoladen-Welt. Mit liebevoll komponierten Pralinen und experimentellen Tafeln verführt er Einheimische und Reisende gleichermaßen.
Michaela Dehner und Udo Marin
Die beiden führen seit 2020 den Dorfladen Haag a.d. Amper, ausgezeichnet als „Dorfladen des Jahres“. Vom saisonalen Bio-Obst über eine reichhaltige Käsetheke bis zum frisch gebrühten Kaffee in der schattigen Kastanien-Ecke verbindet ihr Laden Nahversorgung mit Begegnungsstätte. In Führungen für Gruppen und Vereine gewähren sie Einblicke in regionale Produkte und nachhaltige Einkaufskonzepte. Ein Ort, der Genuss, Gemeinschaft und dörfliches Leben lebendig hält. Klares Motto des Dorfladens: „Wir haben alles was Sie brauchen, was wir nicht haben brauchen Sie nicht.“
Isidor Scharmann aus Bayrischzell widmet sich seit 30 Jahren der Kunst des perfekten Langlaufs im Alpenraum Tegernsee – Schliersee. Für ihn ist Schnee weit mehr als Wasserkristalle: Temperatur, Konsistenz und Unterlage machen jede Loipe einzigartig. Ob bei milder Frühjahrssonne oder frostiger Winternacht – Isidor weiß, wann und wie man Spuren zieht, um auch in schneearmen Zeiten ein makelloses Langlaufvergnügen zu garantieren.
Stefan Schmidtchen koordiniert als Bereitschaftsleiter der Bergwacht Rottach-Egern die Rettungsteams rund um den Tegernsee. Bei jedem Wetter rücken die freiwilligen Edelweißträger zu verunglückten Wanderern, Radlern und Gleitschirmpiloten aus und bringen sie sicher ins Tal. Sein Idealismus und die enge Kameradschaft im Team garantieren: Wer in den Bergen in Not gerät, bleibt nie allein.
Schon seit ihrer Kindheit setzt sich Christine Göttfried für Barrierefreiheit ein. Mit Tetraspastik geboren, überwand sie jede Hürde und gründete den Göttfried Inklusions Skicup, den Freundeskreis Inklusion Tegernsee F.I.T. e.V. sowie ihre eigene Stiftung für Inklusion. Seit 2000 gestaltet sie als Senioren- und Behindertenbeauftragte in Kreuth ein inklusives Miteinander. Auf YouTube inspiriert sie als „Skihaslprinzessin“ auch im internationalen Behindertensport.
Geboren in Tegernsee, lebt Lorenz Steigenberger in Rottach-Egern und übernahm im Februar 2025 das Kommando der Freiwilligen Feuerwehr Rottach-Egern. Der junge 1. Kommandant orchestriert Einsätze von Brandbekämpfung über Hochwassersicherung bis zu Verkehrsunfällen. Mit einem Imagefilm zum 150-jährigen Jubiläum und Spendenaktionen stärkt er die Gemeinschaft. Urlaubsgäste und Einheimische wissen: Wo Flammen lodern oder Wasser steigt, ist er zur Stelle.
Kinder, die in Seenähe groß werden, sollten früh schwimmen lernen, findet die Wasserwachtlerin und begeisterte Schwimmerin Alexandra Wiltsch. Doch die Wasserwacht bietet mehr als nur Schwimmkurse: Man wird Teil eines motivierten Teams, erlebt starken Gemeinschaftssinn und verbringt seine Dienste an einem der schönsten Orte – direkt am Wasser! Außer der Sicherheit ist der Umwelt- und Naturschutz im und rund um den See ein wichtiges Herzensanliegen.
Andreas Köpferl durchstreift als Ranger im Tegernseer Tal die Wälder und Hochmoore, um Flora und Fauna zu schützen. Mit wachem Blick für seltene Pflanzen und Tiere sichert er Rückzugsräume, markiert sensible Pfade und klärt Besucher bei geführten Touren über nachhaltiges Verhalten auf. Sein Wissen um Ökosysteme und sein Engagement für Umweltbildung machen ihn zum unverzichtbaren Botschafter der Naturschätze der Region.
Als Gebietsbetreuer im Tegernseer Tal sorgen die beiden dafür, dass Wander- und Naturerlebnis im Einklang mit der Umwelt bleiben. Sie planen und pflegen Wege, stimmen Naturschutzmaßnahmen mit Regionalverbänden ab und entwickeln spannende Angebote – von interaktiven Infotafeln bis zu naturnahen Rastplätzen. Dabei übersetzen sie wissenschaftliche Vorgaben in alltagstaugliche Konzepte und stärken so das Miteinander von Tourist:innen, Einheimischen und Flora & Fauna.
Anton Maier bewirtschaftet in der 14. Generation den Hof „Zum Dersch“ (1513) in Rottach-Egern. Haupteinnahmequelle ist die Alpenfleckviehzucht. Im Sommer weiden die Tiere auf zwei idyllischen Almen im Suttengebiet und liefern die Milch für erstklassigen Bergkäse. Als Bezirksalmbauer sichert er die Kulturlandschaft und die jahrhundertealten Almtraditionen. Bei Pferdekutschfahrten gibt er seinen Gästen gern Einblicke in das Almbauernleben.
Claudia Zunterer und Florian Töpfel führen in Mittenwald den urigen Kramerladen mit Backstube „Bsonders & Guad“. Ihr Herzstück sind glutenfrei Selbstgebackenes und süße wie herzhafte Aufstriche – stets mit Fokus auf die Wertschätzung der Werke lokaler Produzenten. Bei jedem Bissen erfahren Gäste, wie viel Hingabe und Leidenschaft hinter den regionalen Köstlichkeiten steckt.
Als Isar-Ranger bewegt sich Andreas Mühlbacher unermüdlich im Naturschutzauftrag durch das wildromantische Isartal. Er kartiert Schutzgebiete, betreut seltene Tierarten und sensibilisiert Besucher für ein rücksichtsvolles Miteinander von Mensch und Natur. Mit fachkundigen Führungen und Informationskampagnen sorgt er dafür, dass die lebendige Ader zwischen Bergen und Tal erhalten bleibt – Lebensraum und Erholungsoase zugleich.
Die Sektion Bad Reichenhall des Deutschen Alpenvereins feiert 2025 ihr 150-jähriges Bestehen – anderthalb Jahrhunderte und darüber hinaus gelebte Bergliebe im Herzen der Alpenwelt. Seit 1875 verbindet sie Generationen von Bergsteiger:innen, Wander:innen und Naturliebhaber:innen, betreibt Schutzhütten, organisiert Touren und rettet in Not geratene Menschen.
Der Gebirgstrachten-Erhaltungsverein Saalachthaler pflegt seit 1900 lebendiges Brauchtum im Saalach- und Berchtesgadener Land. In aufwändigen Dirndln und Janker sowie mit regionaler Blasmusik und den klassischen Volkstänzen verbinden die Mitglieder Alt und Jung, um Geschichten und Werte ihrer Heimat lebendig zu halten. Ob bei Maitänzen auf Dorfplätzen oder Majestätsfesten auf der Festwiese – die Saalachthaler garantieren authentische Volkskultur zum Mitfeiern.
Das ReichenhallMuseum pflegt seit 125 Jahren die Geschichte und Kultur Bad Reichenhalls. In wechselnden Ausstellungen zu Salzbergbau, Trachten und Volksleben sowie in seinem umfangreichen Archiv macht es Vergangenheit für Besucher greifbar. Mit Führungen, Workshops und Heimatpflegeprojekten verknüpft das Museum Tradition und Gegenwart – ein lebendiges Portal zur regionalen Identität.
Christian Echter führt seit über 30 Jahren das Modehaus Echter in der Fußgängerzone Murnau. Mit feinem Gespür für Trends und Tradition vereint er regionale Handwerkskunst und internationale Labels unter einem Dach. Persönliche Beratung und individuelle Maßanfertigungen machen sein Haus zum Anlaufpunkt für alle, die Mode mit Charakter suchen.
Andreas Keil aus Garching ist leidenschaftlicher Heimatpfleger und ehrenamtlicher Betreuer des Museums für Vor- und Frühgeschichte. In der Archäologischen Sammlung an der Mittleren Alz entführt er Besucher in früheste Zeiten, öffnet die Türen regelmäßig und bietet auf Anfrage persönliche Führungen an. Sein Engagement bewahrt Schätze und Geschichten der Region für kommende Generationen.
Tim Korschefsky leitet die Biologische Station im Murnauer Moos – dem größten Moorgebiet Süddeutschlands. Als Forscher und Naturschützer kartiert er seltene Arten, koordiniert Renaturierungsprojekte und gibt bei geführten Moorexkursionen Einblicke in die faszinierende Welt von Torfmoosen & Co. Mit Schulprogrammen und Bürgerprojekten weckt er Bewusstsein für den Erhalt dieser einzigartigen Hochmoor-Landschaft.
Julius Brantner hat sich in München seit 2018 rasant zum Lieblings-Bio-Bäcker entwickelt. In seinen Filialen in Altstadt und Schwabing setzt der Schwarzwälder kompromisslos auf höchste Qualität und Nachhaltigkeit – vom klassischen Sauerteigbrot bis zum süßen Hefeteilchen. Seine schwäbischen Brezeln backt er mitten in der bayerischen Brezn-Stadt und erklärt Kund:innen gerne geduldig die feinen Geschmacksunterschiede.
Mit seinen „Lebenshäusern Isarwinkel“ realisiert Bernhard Simon nachhaltige Holz- und Hausbauprojekte, die Tradition und Moderne vereinen. Als ausgebildeter Zimmerer und Gründer seines Holzbauunternehmens plant und fertigt er ressourcenschonende Holzhäuser aus regionalem Holz, die auf Energieeffizienz und Wohngesundheit setzen. Seine Projekte reichen von energieautarken Einfamilienhäusern bis zu Mehrgenerationenbauten. Mit Workshops und offenen Baustellentagen vermittelt er zudem Wissen rund ums ökologische Bauen.
Josef Kronwitter ist Musiker durch und durch: Als Leiter und Dirigent der Tölzer Stadtkapelle und ihrer Jugendkapelle formt er seit Jahren das Klangbild der Region. Er spielt Trompete, unterrichtet an der Tölzer Sing- und Musikschule und verbindet Tradition mit zeitgenössischer Spielfreude. Die Stadtkapelle, sein „Baby“, bringt er mit schwungvollen Märschen wie dem Tölzer Schützenmarsch, moderner und sinfonischer Blasmusik und maßgeschneiderten Programmen zum Strahlen. Die Konzerte begeistern Gäste und Einheimische über die Region hinaus.
Josef Seitner führt in fünfter Generation den heimischen Flößereibetrieb und lässt die Jahrhunderte alte Tradition auf Isar und Loisach lebendig werden. Mit originalgetreuen Holzflößen lädt er zu Erlebnisfahrten ein und vermittelt seinen Gästen das UNESCO-geschützte Kulturerbe der Flößerei. Sein Engagement sichert nicht nur die Aufrechterhaltung einer jahrhundertealten Zunft, sondern stärkt auch die Pflege von regionalen Traditionen und Werten.
Werner Härtl verwandelt Kuhmist in nachhaltige Kunst und ökologische Impulse. Als „Kuhmistkünstler“ sammelt er das Rohmaterial direkt vom Bauernhof und verwendet es für seine außergewöhnliche Malerei. In seinen Workshops vermittelt er malerische Techniken und macht Teilnehmern auch die Kreislaufwirtschaft der Landwirtschaft ein Stück weit erlebbar. Sein unkonventioneller Ansatz ist ein modernes Stück regionales Brauchtum – Kunst, die im wahrsten Sinne des Wortes Wurzeln schlägt.
Martina Sand steht als Geschäftsführerin des Riessersee Hotels in Garmisch-Partenkirchen für modernen, nachhaltigen Tourismus. Nach ihrem Studium in Hospitality Management sowie Stationen bei Hilton und Hapag-Lloyd bringt sie internationales Know-how in ihr Haus und ins Destinationsmanagement. Unter ihrer Leitung erhielt das Hotel die GreenSign-Zertifizierung, sie ist DEHOGA-Ausbildungsbotschafterin. Sie setzt sich aktiv für die Weiterentwicklung der Region ein und bringt innovative Lösungen zu Digitalisierung und Fachkräftemangel voran.
Maria Frisch führt mit Herzblut ihren Ziegenhof in Oberbayern und verbindet Landwirtschaft mit Erlebnistourismus. Bei geführten Ziegenwanderungen lernen Gäste die zutraulichen Tiere kennen und erfahren Wissenswertes zur Ziegenhaltung. Im Hofladen und auf regionalen Bauernmärkten verkauft sie ihre handwerklich gefertigten Ziegenspezialitäten – von frischer Milch bis zu würzigem Käse. Natur, Genuss und Traditionshandwerk verschmelzen bei ihr zu einem unvergesslichen Urlaubsmoment.
Als gebürtiger Hohenbrunner und Benediktinermönch seit 1993, leitet Pater Lukas Wirth als Cellerar die Wirtschaft der Abtei Scheyern: Archivpflege, Finanzverwaltung, Forst- und Teichwirtschaft sowie Alm- und Gärtnereibetrieb. Mit großem Sanierungsaufwand stellte er das Klosterbrauhaus wieder her und bringt das Klosterbier vor Ort zurück. Unter seiner Geschäftsführung erblühen Gärtnerei, Metzgerei und Brennerei – ein bedeutender Wirtschaftsfaktor und Publikumsmagnet der Region.
Hans Hipp führt im Café Hipp am Pfaffenhofener Hauptplatz die seit 1610 bestehende Wachszieherei und Lebzelterei in ununterbrochener Tradition weiter. In dritter Generation erhielt er 1975 den Betrieb, sanierte das historische Brauhaus und machte die „Alte Wachszieherei“ zum lebendigen Museum. Für Gruppen gibt er darin lebhafte Vorträge über die Verarbeitung von Honig und Wachs zu Kerzen, Votivgaben und Honigzelten.
Mit 25 Jahren ist Anna Rabenbauer die jüngste Einsatzkraft der Bergwacht Ramsau. Die examinierte Krankenschwester aus Untersalzberg kombiniert ihren Schichtdienst mit anspruchsvollen Bergrettungs-Einsätzen: Nach dreijähriger Ausbildung und bestandenen Prüfungen in Sommer- und Winterrettung, Notfall- und Luftrettung sowie Naturschutz bewältigt sie Gipfelnotfälle wie die spektakuläre Mittelspitzen-Rettung am Watzmann. In ihrer Freizeit klettert sie, geht Bergsteigen und fährt Tourenski, um körperlich fit zu bleiben.
Klaus und Christoph Finkenzeller sowie Manuel Köppl haben FKF Werbetechnik seit 2011 vom Wohnzimmerbüro in Maria Gern zum modernen Unternehmen am Bahnhof Berchtesgaden entwickelt. Ihre Folienbeklebungen, Hausbeschriftungen und gebrandete Arbeitskleidung prägen Hotels und Ferienwohnungen in der gesamten Region. Als junge Gründer schaffen sie Arbeitsplätze, stärken die lokale Wirtschaft und fördern Tourismusakzeptanz. Ehrenamtlich stehen alle drei zudem in der Freiwilligen Feuerwehr für den Gemeinschaftsgedanken ihrer Heimat ein.
Andreas Zechmeister führt in vierter Generation die traditionsreiche Bäckerei Zechmeister im Berchtesgadener Tal. Täglich knetet er selbstgemahlenes Bio-Getreide, unbehandeltes Mehl und natürlichen Sauerteig zu Brezen, Brot und dem nur hier erhältlichen „Stuck“. Neben dem Hauptgeschäft an der Jennerbahn betreibt er Filialen in Berchtesgaden, Unterstein und am Königssee. Als Gemeinderat und Elternbeiratsmitglied setzt er sich engagiert für seine Heimat ein. Auch Urlaubsgäste genießen hier regionalen Genuss nach eigenem Reinheitsgebot.
Bernhard Rieger verknüpft in Wallgau traditionelle Lüftlmalerei mit zeitgenössischer Streetart. Seine detailreichen Fassadenbilder erzählen lokale Sagen, schmücken Dorfhäuser und laden Passant:innen ein, Kunst im öffentlichen Raum neu zu entdecken. Mit seinem Atelier und Workshopangebot gibt er Techniken weiter und bringt so Besucher:innen und Einheimischen gleichermaßen die lebendige Wandkunst näher. Seine Arbeiten prägen das Ortsbild und setzen kreative Akzente zwischen Tradition und Moderne.

Weitere engagierte Persönlichkeiten aus und für Oberbayern: Unsere Tourismushelden


So wirkt Tourismus: Oberbayern im Faktencheck 

„Echt stark für Oberbayern“ erzählt aber nicht nur von Menschen, sondern auch von dem, was sie möglich machen: von gastfreundlichen Betrieben, von gelebter Kultur, von Mobilität und Natur. 

Jeden Monat rücken wir eines der vielfältigen Themen in den Fokus, die Oberbayern als Tourismusregion tragen – vom Ehrenamt über Handwerk, Hotellerie und Gastronomie bis hin zu Kulturlandschaft, Kunst, Erlebnisangeboten, Mobilität und Tradition: