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30. Juni 2017
TOM e.V.

Ruhpolding präsentiert neues Tourismusgebäude

Nach einem Jahr Bauzeit war es am vergangenen Donnerstag soweit. Das sanierte und denkmalgeschützte Bahnhofs- und das neue Tourismusgebäude, in dem sich jetzt die Tourist-Information und die Ruhpoldinger Tourismus GmbH (RTG) befinden, wurde im Rahmen eines Festaktes seiner Bestimmung übergeben und eingeweiht. Dazu war auch eigens die Regierungspräsidentin von Oberbayern, Brigitta Brunner, zur Einweihungsfeier angereist.

„Für uns hat dieser Tag eine ganz besonders festliche Note, dürfen wir doch den Abschluss der Renovierungsarbeiten am Bahnhof und den Neubau unserer Tourist-Information feierlich begehen“, sagte bei der Begrüßung Bürgermeister Claus Pichler, ehe er das Wort an Landrat Sigi Walch übergab. Ruhpolding sei ein bedeutender Ort für den Tourismus, hob dieser hervor, denn schließlich sei 1933 hier der „Startschuss für den Chiemgau-Tourismus gefallen“. Walch prognostizierte, dass die Weiterentwicklung nicht stehenbleiben werde, aber daran müsse gearbeitet werden. Die Zukunft des Tourismus gehe nur über Qualität, das heiße, den Gästen muss immer etwas Besonders geboten werden, „wie damals vor 84 Jahren bei der Abholung mittels Leiterwagen und der Blechmusik bei der Ankunft“. Das neue Gebäude stehe für die Entwicklung des Tourismus und darum sei die Maßnahme auch durch den Landkreis unterstützt worden. „Ich wünsche euch viel Freude mit dem Gebäude“, sagte er abschließend.

„Gut, dass das Tourismusgebäude nun eingeweiht wird. Es ist ein Prachtstück geworden“, betonte die Regierungspräsidentin von Oberbayern, Brigitta Brunner in ihren Grußworten. Dazu habe auch sie die Fördertöpfe der Städtebauförderung gerne in Anspruch genommen. Man habe erkannte, dass die Städtebauförderungen und die Finanzfördermittel durch den Freistaat und den Bund Orte aufwerten können. „Das ist gut investiertes Geld“, sagte die Regierungspräsidentin. Das sanierte Bahnhofsgebäude sei eine Einrichtung, das nun wesentlich dem Wohlstand und der Weiterentwicklung von Ruhpolding diene. Darum habe sie auch die Geldmittel dafür lockermachen können. „Der sanierte Bahnhof und die Tourist-Information werden ein wichtiger Raum des Austausches und der Begegnung in Ruhpolding sein“, sagte Brunner abschließend und wünschte viel Erfolg und einen guten Start für die hier arbeitenden Mitarbeiter.

In seiner Festrede ließ Bürgermeister Pichler noch einmal den Werdegang des Umbaus Revue passieren. „Als ich im März 2009 den Kaufvertrag für das Bahnhofsgelände beim Notar unterschrieb, hatte ich noch keine Vorstellung, was mich alles an Hindernissen und Hürden erwartet“, sagte er. Von der Vertragsunterzeichnung bis zum tatsächlichen Besitzübergang habe es jahrelange Anstrengungen gebraucht. Es habe sehr viel Überzeugungskraft gebraucht, um die überall vorhandene Skepsis und Zweifel zu überwinden. Viele kleinere und größere Sorgen und Probleme seien während der Bauphase aufgetaucht. Die Kostensteigerung würde sich aber letztlich in Grenzen halten. „Für die 2,2 Millionen Euro Baukosten bekommen wir einen Zuschuss von 1,2 Millionen Euro“. Abschließend galt sein Dank allen die mit viel Einsatz an den Baumaßnahmen mitgemacht haben, besonders hob er das Verständnis der Anlieger während der Bauphase hervor. „Jetzt sind wir fristgerecht am Ziel angekommen“, sagte er abschließend, ehe der evangelische Ortspfarrer Thomas Schmeckenbecher und für die katholische Kirche Diakon Josef Eixenberger den kirchlichen Segen für die Gebäude erteilten. Danach fand noch die Schlüsselübergabe durch den Architekten Sylvester Dufter und seiner Mitarbeiterin Franziska Demel statt.

Schließlich hatten die Festgäste noch die Gelegenheit, sich von der gelungenen Sanierung des 1895 eingeweihten Bahnhofs und dem Neubau der Tourist-Information zu überzeugen. Gerade die hellen und doch bodenständig wirkenden Räume der Tourist-Information werden sicher für die Zukunft eine beliebte Anlaufstelle für die Feriengäste sein. Vom gelungenen „Tourist-Ensemble“ mit den Räumen der RTG und der Tourist-Information kann sich übrigens die Öffentlichkeit am kommenden Samstag, den 1. Juli, selbst überzeugen.

 

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