Tourismus Oberbayern München e.V. stellt Nachhaltigkeitskompass für Betriebe vor

Presse - B2B

Tourismus Oberbayern München e.V. stellt Nachhaltigkeitskompass für Betriebe vor

PRESSEMITTEILUNG, 17. Oktober 2022

Neuer Leitfaden enthält Hintergründe, Best Practices und Checklisten
2. Tourismuswoche Oberbayern startete mit dem „Tag des nachhaltigen Tourismus“

Was sind die Grundlagen einer nachhaltigen und zukunftsfähigen Entwicklung im Tourismus? Und wie kann sich ein Betrieb auch mit kleinen Schritten auf den Weg machen? Das und vieles mehr zeigt der neue Nachhaltigkeitskompass auf, den der Tourismus Oberbayern München (TOM) e.V. heute zum Start der 2. Tourismuswoche Oberbayern vorgestellt hat. Neben wichtigen theoretischen Hintergründen liefert der Kompass zahlreiche konkrete Tipps und Anregungen – etwa eine Übersicht an Best-Practice-Beispielen – sowie praxisorientierte Checklisten.

Die Präsentation dieses neuen Leitfadens stand im Mittelpunkt beim „Tag des nachhaltigen Tourismus“. An der hochkarätig besetzten Online-Talkrunde nahmen neben den Vertretern des TOM e.V. auch Barbara Radomski, Geschäftsführerin der Bayern Tourismus Marketing (BayTM) GmbH, sowie Susanne Lengger, Geschäftsführerin des Tourismusverbandes Pfaffenwinkel teil, die den TOM bei der Erstellung des Kompasses unterstützt hatte. Daneben gaben Marlene Berger-Stöckl, Projektmanagerin der Ökomodellregion „Waginger See-Rupertiwinkel“, Dr. Andreas Färber, Geschäftsführer des Klosterhof Bayerisch Gmain, sowie Sophia Frei, Managerin Employer Branding, Learning & Development des Platzl Hotels München, Einblicke, wie Nachhaltigkeit im Tourismus bereits erfolgreich gelebt wird.

Nachhaltigkeit wird immer wichtiger

„Mit dem Nachhaltigkeitskompass bieten wir nun ein wichtiges Tool für alle Touristiker und Leistungsträger in Oberbayern an“, so Oswald Pehel, Geschäftsführer des TOM e.V. An Nachhaltigkeit kommt auch im Tourismus keiner mehr vorbei. Nachhaltiges Wirtschaften ist mittlerweile ein relevantes Kriterium für die Vergabe von Krediten bzw. dem Zugang zu Geldmitteln. Nachhaltiges Wirtschaften bedeute vor allem Qualität statt Quantität. „Uns ist wichtig herauszustellen, dass Nachhaltigkeit nicht gleich Verzicht bedeutet. Wir wollen zeigen, dass zukunftsfähiges Wirtschaften nicht nur einen positiven Effekt auf die Natur in globaler Perspektive hat, sondern auch zu Kosteneffizienz, glücklichen Mitarbeitern, zufriedenen Gästen und einer intakten Natur und somit zu einem lebenswerteren Oberbayern führen kann“, ergänzt Pehel. Qualitativ hochwertige Angebote sprächen nicht nur bestehende Gäste an, sondern erreichten auch neue Zielgruppen und hätten einen positiven Einfluss auf die Wertschöpfung und das Gemeinwohl einer touristischen Destination. 

Ein Leitfaden mit Mehrwert

„Unser Ziel ist es, möglichst viele Betriebe und Leistungsträger so bald wie möglich vom Stellenwert der Nachhaltigkeit zu überzeugen, ihnen einen Einblick in nachhaltiges und zukunftsfähiges Wirtschaften zu geben und sie zu einer schrittweisen Umsetzung zu motivieren und zu unterstützen“, erläutert Sebastian Thoma, der den Leitfaden als Projektmanager beim TOM e.V. mit erstellt hat. Der Kompass ist dazu das ideale Instrument: Er enthält einen Überblick über Maßnahmen, die eine nachhaltige und zukunftsfähige Entwicklung von Betrieben und Leistungsträgern aus den Bereichen Unterkünfte, Gastronomie sowie Freizeit und Kultur begünstigen. In ihm werden einerseits die einzelnen Dimensionen der Nachhaltigkeit ausführlich beschrieben – alle drei Säulen der Nachhaltigkeit werden dabei als gleichwertig betrachtet. Andererseits liefert der Leitfaden praktische Beispiele funktionierender Umsetzungen, die anderen als Orientierung dienen sollen. Aufgrund der heterogenen Tourismuslandschaft in Oberbayern werden unterschiedlichste Bereiche, die für ein nachhaltiges Angebot relevant sind, mitangedacht. Für die praktische Umsetzung und um die jeweiligen Teilaspekte bei den Entwicklungsschritten über gezielte Maßnahmen unterstützen zu können, ist das Management als übergreifende Dimension in den Kompass integriert.

Der Nachhaltigkeitskompass soll vor allem als Orientierungshilfe dienen und ist kein starres Kriterienraster. Jedem müsse bewusst sein, dass nicht alle Ziele für jeden Betrieb bzw. Leistungsträger umsetzbar sind – auch aufgrund von fehlenden Ressourcen etwa im Bereich der Finanzen oder auch beim Personal. Getreu dem Motto „Es geht nicht von heute auf morgen“ empfiehlt der Kompass, mit Kleinigkeiten und alltäglichen Dingen anzufangen und den Prozess der Entwicklung langfristig und omnipräsent zu denken.

Beispiele mit Vorbildfunktion

Eines der vorgestellten Beispiele ist der Klosterhof – Alpine Hideaway & Spa in Bayerisch Gmain, der in Bezug auf die ökologische Dimension als Vorbild gilt. Der Betrieb sorgt mit Job-Rädern für die Mitarbeitenden und E-Firmenfahrzeugen, die auch zum Verleih für Gäste zur Verfügung stehen, für eine Reduktion der Emissionen und nachhaltige Mobilität. Geschäftsführer Dr. Andreas Färber begrüßt den Kompass: „So wird jedem Betrieb geholfen, sich strukturiert über innovative Produktentwicklungen Gedanken zu machen und diese auch bei Umsetzung transparent darstellen zu können“. Auch Jürgen Erdinger, Geschäftsführer des Baumhaushotel Oberbayern, das als Best Practice im Bereich Soziales vorgestellt wird, lobt den neuen Leitfaden: „Der Kompass bietet dem Nutzer sehr gute Lösungsansätze sowie praxisnahe Beispiele, um die Weiterentwicklung des nachhaltigen Tourismus in Oberbayern voranzutreiben.“

BayTM unterstützt nachhaltige Destinationsentwicklung

Auf Landesebene hat sich die Bayern Tourismus Marketing GmbH auf den Weg gemacht, eine Vision für eine nachhaltige Destination Bayern zu schaffen: Als gemeinsames Werkzeug, das die bayerische Tourismusbranche auf ihrem Weg zur Nachhaltigkeit unterstützen soll, wurde eine Matrix für nachhaltige Destinationsentwicklung erstellt, die das bayerische Lebensgefühl und die Lebensqualität für Einheimische und Gäste bewahren soll. Die Matrix definiert 20 Aufgabenfelder mit zentralen Fragen und ausgewählten Beispielen, die als Inspiration für Projekte von DMOs und Touristikern dienen und eine touristische Entwicklung Bayerns im Sinne des Gemeinwohls fördern sollen.

Der Nachhaltigkeitskompass ist in zwei Versionen verfügbar: eine ausführliche Langversion und eine Kurzversion (auch als Printversion). Beide stehen online unter kompass.oberbayern.de zum kostenlosen Download bereit.

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veröffentlicht am 17. Oktober 2022

Oswald Pehel bei der Lektüre des vorgestellten Nachhaltigkeitskompasses
Oswald Pehel bei der Lektüre des vorgestellten Nachhaltigkeitskompasses
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Titelbild - Kompass für nachhaltige Produkte in Oberbayern
Titelbild - Kompass für nachhaltige Produkte in Oberbayern
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